Stabilisierung von Wohnquartieren – Stiftung Soziale Stadt Dortmund

Kurzbeschreibung:

In der Dortmunder Nordstadt wurde eine Strategie zur Sanierung von Problemimmobilien entwickelt, um die Stabilisierung des Quartiers voranzubringen. Mithilfe eines revolvierenden Fonds der Stiftung Soziale Stadt Dortmund werden Problemimmobilien aufgekauft, in Verknüpfung mit Beschäftigungsmaßnahmen und begleitender beruflicher Qualifizierung für Langzeitarbeitslose saniert und abschließend wieder veräußert. Mit den Einnahmen können dann Folgeprojekte finanziert werden.

Das Projekt ist preiswürdig, weil…

… mit dem revolvierenden Fonds ein langfristig angelegtes Instrument zur Sanierung von Problemimmobilien im Rahmen von Quartiersentwicklung entwickelt worden ist, die sich negativ auf ihr Umfeld auswirken. Damit wurde in der Dortmunder Nordstadt eine Möglichkeit gefunden, problematische Gebäude in städtebaulich wichtigen und sensiblen Situationen zu sanieren, ohne dass eine vollständige Refinanzierung der Baumaßnahme gegeben sein muss. Gleichwohl ist von einer „Stadtteilrendite“ durch die Beseitigung von städtebaulichen Missständen auszugehen.
Darüber hinaus werden durch die Verknüpfung mit Beschäftigungs- und Qualifizierungs-maßnahmen weitere Effekte erzielt. Mit der Stiftung Soziale Stadt Dortmund konnten in der Dortmunder Nordstadt die gesellschaftlichen Kräfte unter schwierigen Rahmenbedingungen mobilisiert werden.

Das sagt die Jury:

„Hier wird die Strategie verfolgt, ganz gezielt in Häuser hineinzugehen, um negative Strukturen aufzubrechen. In Dortmund ist es gelungen, Menschen, denen es besser geht, mit einzubinden. Es ist oft ein individueller Häuserkampf, den man manchmal gewinnen kann. Dabei ist es gerade der kleinteilige Ansatz des Projektes, der zu betonen ist.“

„Das Projekt ist ein Zeichen für einen Paradigmenwechsel, dafür, dass man Immobilien nicht ausschließlich dem Markt überlassen kann, sondern dass öffentliche Hand und auch Gesellschaft gefragt sind.“

„In Dortmund haben die Akteure nie aufgehört, an solchen Projekten zu arbeiten. Es ist anerkennenswert, dass die Nordstadt nie aufgegeben wurde. Die Auszeichnung ist sozusagen der Preis für das Lebenswerk.“

Dortmund (1)

Urkunde

 

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