Kohldampf

Im Rahmen der Standortsicherung von Nordstadtbetrieben hat die GrünBau gGmbH das im Dortmunder Norden verwurzelte Traditionslokal „Kohldampf“ als gemeinnützigen Zweckbetrieb übernommen und zu einer Lerngastronomie weiterentwickelt, in dem junge Erwachsene das Berufsfeld der Gastronomie kennenlernen und sich beruflich qualifizieren können.

 

 

Dadurch wird eine Mehrzielstrategie verfolgt, die sich mit den Zielen des URBAN II – Projektes ebenso deckt, wie mit den Zielen des „Aktionsplan soziale Stadt Dortmund“ des Oberbürgermeisters:

  • Standortsicherung von Betrieben:

Der gutbürgerliche Imbiss „Kohldampf“ wurde seit 1999 von Herrn Herbert Pelz als Einzelunternehmer am Borsigplatz in der Oesterholzstr. 51 betrieben. Im Quartier Borsigplatz befinden sich außer diesem deutschen „Traditionslokal“ und einer reinen „Pommesbude“ lediglich ethnische Gastronomiebetriebe („von Döner und Pizza bis zu Nasi Goreng“). Die Vielfältigkeit des gastronomischen Angebotes drohte nun eingeschränkt zu werden, da Herr Pelz plante das Lokal aus Altersgründen aufzugeben. Er versuchte über Gewerbeverein und Aushänge Nachmieter für den Kohldampf zu finden. Es meldeten sich außer GrünBau keine Interessenten, die den Charakter des Lokals und seine „deftig-gutbürgerliche“ Speisekarte am Borsigplatz erhalten wollten.

  • Nahversorgung bedürftiger Nordstadtbewohner:

Die typischen Kunden des „Kohldampf“ sind deutscher Nationalität, fortgeschrittenen Alters und verfügen über ein geringes Einkommen. Sie schätzen das typische Essensangebot. Viele Stammkunden holen sich ihr Mittagessen auch ins Haus. Andere, die bewegungseingeschränkt sind, lassen es sich liefern. GrünBau möchte den Charakter, das Speisenangebot, den Service und damit die Kundenbindung des „Kohldampf“ erhalten.

  • Schaffung zusätzlicher Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote

In der Nordstadt gibt es überdurchschnittlich viele Jugendliche ohne Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Ihnen sollen durch die Umwandlung des Kohldampf in eine Lerngastronomie berufliche Chancen eröffnet werden. Ebenso möchte GrünBau Arbeitsplätze für ältere Langzeitarbeitslose in der Nordstadt schaffen.

Das Konzept der „Lerngastronomie“ wurde unter dem Label „PLAN B“ durch die Dortmunder Jugendkonferenz als eines der Leitprojekte zukünftiger Jugendberufshilfe definiert. Der „Kohldampf“ wird sich konzeptionell die Qualitätskriterien der Jugendkonferenz zu eigen machen:

  • Sichtbarer Mehrwert für alle Bürger
  • Ausgerichtet an den Ressourcen und Kompetenzen der Jugendlichen
  • Abgestimmte, transparente und zielgerichtete Förderung
  • Angebote unterschiedlichen Niveaus
  • Durchlässigkeit und Vermeidung erneuter Arbeitslosigkeit
  • Raum für ehrenamtliches Engagement.

Umsetzung des Konzeptes

  • Information über rechtliche Rahmenbedingungen der Übernahme (Gewerberecht, Hygienevorschriften etc.)
  • Erstellung eines Finanzierungskonzeptes (Beratung durch URBAN II, Dienstleistungszentrum Wirtschaft etc.)
  • Übernahme des „Kohldampf“ im Rahmen der Unternehmernachfolge zum 01.04.2008, Übergangsphase 2 Monate gemeinsam mit Herrn Pelz.
  • Renovierung / Modernisierung des Lokals
  • 1 Person Stammbelegschaft, 1 ehemalige Langzeitarbeitslose und 4 Jugendliche nehmen ihre Arbeit auf, Ziel: Kundenbindung
  • Umsetzung der Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote, ergänzt um soz.päd. Begleitung/JobCoaching
  • Behutsame Erweiterung des Angebots und der Kundengruppe (zusätzliches Angebot belegter Brötchen, zusätzliche Cateringangebote für Betriebe, Familienfeiern etc.)

Am 01.06.2008 ging Herr Pelz in den wohlverdienten Ruhestand und die jungen Gastronomen der GrünBau GmbH übernahmen die Schlüsselgewalt.

 

Der „Kohldampf“ ist geöffnet für Sie: Mo.-Fr. 11.30 – 16.00 Uhr

Oesterholzstr. 51

44145 Dortmund

Tel. 8640625

© GrünBau gGmbH 2015 - Impressum