Grenzenlose Wärme für Geflüchtete in Griechenland

Fast 5000 Kilometer in etwas unter zwei Wochen. Vom 12.04.17 bis zum 26.04.17 waren die Studenten der FH Dortmund wieder in Thessaloniki unterwegs mit dem Ford Transit der Dortmunder Grünbau gGmbH. Zwei Wochen in denen wieder aktiv vor Ort geholfen werden konnte. Hilfe die ohne den Grünbau Bulli nicht ohne weiteres möglich gewesen wäre.

Ein großes Problem von ehrenamtlichen Helfern in Griechenland ist tatsächlich ihre eingeschränkte Mobilität. Da sie oftmals nicht die Kapazitäten haben in ihren Mietwagen, um die Hilfsgüter an alle zu verteilen und es dafür schon mehrere Fahrzeuge braucht. Volunteering, also die ehrenamtliche Hilfe vor Ort funktioniert nämlich nur nach dem Grundsatz, dass man entweder für alle etwas hat oder für niemanden und da die meisten Geflüchteten auch in Griechenlands beinahe ausschließlich in Großunterkünften und Gebäudekomplexen untergebracht sind, kommt man dort als Gruppe von Ehrenamtlichen mit beschränkten finanziellen Mitteln mit einem kleinen Nissan Micra oder gar den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr schnell an die eigenen Grenzen. An mehr als 30 Personen braucht man gar nicht denken. Somit schätzen wir uns, als Studenten des Projekts „Grenzenlose Wärme“ sehr glücklich, dass wir aus Dortmund mit einem Fahrzeug unterstütz wurden und das nun schon zum zweiten Mal.

Mobilität spielt für uns bei unserer Arbeit eine immense Rolle, da wir so auch in Kontakt mit den Menschen kommen können, da viele der Unterkünfte mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer, wenn überhaupt, zu erreichen sind. Wir sind somit wesentlich flexibler in unserer Arbeit und können mehr Menschen erreichen in Notsituationen und haben auch mehr finanzielle Mittel zur Verfügung, da wir uns nicht vor Ort einen Transporter mieten müssen.

Dieses Mal konnten wir dank dem Transporter zum einen wieder Hilfsgüter der Firma Falke KG in Form von Unterwäsche mit nach Griechenland. Wir konnten sie vor Ort verteilen.
Konnten als Gruppe mobil sein mit Dimitra Triantafyllou, die wir vor Ort unterstützen.
Wir konnten ihr helfen diverse Hilfsgüter aus ihrem Warehouse zu transportieren du auszuliefern.
Außerdem konnten wir die Augen von 70 Kindern zum Leuchten bringen, als wir ihnen gepackte Schulrucksäcke bringen konnten. Wir konnten viele Familien mit Babymilchpulver und Windeln versorgen, gerade in Camps wie Epanomi, die weiter außerhalb von Thessaloniki lagen. Hierbei kam es auch zu einer sehr schönen Anekdote, so trafen wir in einem Gebäudekomplex auf Familien, die wir bei unserer ersten Tour im Januar schon einmal in einem Camp getroffen hatten, welches mittlerweile geschlossen worden war. Aber nicht nur wir erkannten sie, sie erkannten uns auch, aber an unserem Auto, da damals nicht Alle zu dem Camp fahren konnten, jedoch der Teil unserer Gruppe, der bei ihnen war damals, war mit dem Grünbau Bulli unterwegs gewesen. Umso schöner war dieses Wiedersehen nach fast vier Monaten.

Wir waren so flexibel, dass wir uns ohne probleme aufteilen konnten um an mehreren Orten zu unterstützen. So konnten zwei von uns in einem Warehouse beim Sortieren von Kleidung und Schuhen helfen, während zwei weitere in einem anderen Warehouse die „Soul Food Kitchen“ unterstützen konnten um dort beim Kochen und ausliefern von Nahrung für Geflüchtete und Obdachlose tatkräftig unterstützen konnten.
Der Ford Transit wurde von uns auch so genutzt, dass wir einen Tag zu einem Großmarkt in Thessaloniki fahren konnten und dort für fast 1.500€ Nahrungsmittel einkaufen konnten. Aber nicht solche alltäglichen Dinge, sondern auch ein paar besondere Dinge wie „Halava“, einer in der arabischen Küche weitverbreiteten Süßspeise, um den Familien dort etwas Gutes tun zu können, mit Dingen, die sie sich sonst nicht leisten können, von der geringen finanziellen Zuwendung die sie beziehen. Dazu muss man sagen, dass man für 1.500€ schon eine ordentliche Menge an Nahrung bekommen kann und die Familien und wir so wieder von dem Ladevolumen und der Variabilität des Bullis profitieren konnten.

Außerdem konnten wir für die Partnerorganisation „ResCo International“, bei der auch eines unserer Mitglieder mit im Vorstand sitzt, Hilfsgüter zurück mit nach Deutschland nehmen, von wie sie im Juni mit einem Hilfstransport in den Irak gehen, wo sie für die Ausstattung eines Krankenhauses genutzt werden

Aber das sind längst nicht alle Situationen, bei denen wir glücklich waren, den Grünbau Bulli mit in Griechenland zu haben. Mehr Aktionen kann man noch in unserem Blog unter www.grenzenlose-waerme.blog nachlesen oder auf unserer Facebook-Seite unter www.facebook.de/GrenzenloseWaerme finden.

 

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