BIWAQ

Wurzeln schlagen!“

Faire Arbeit – Gutes Wohnen im Quartier

Laufzeit: 01.10.2015 – 31.08.2018

Das Projekt „Wurzeln schlagen! Faire Arbeit – Gutes Wohnen im Quartier“ ist ein Teilprojekt innerhalb des BIWAQ-Projektes „Arbeiten, Wohnen, Wurzeln schlagen in der Dortmunder Nordstadt“ im Rahmen des EU-Förderprogrammes BIWAQ.

Das Teilprojekt (TP) „Wurzeln schlagen“ verfolgt mehrere Ziele, die der Stabilisierung der Quartiere der sozialen Stadt dienen, die lokale Ökonomie fördern und eine Zugangsstrategie zu Arbeits- und Wohnungsmarkt für Neuzuwanderer entwickelt.

Menschen aus der Dortmunder Nordstadt, die Opfer ausbeuterischer Strukturen in den sogenannten Problemhäusern und auf dem Arbeitsmarkt sind, sollen nun zu Profiteuren der Sanierung von Problemimmobilien werden. Sie sollen sich beruflich qualifizieren und Zugang zu gutem Wohnraum finden.

Zielgruppen sind dabei (Langzeit-)Arbeitslose und Neuzuwandererinnen und –zuwanderer, vor allem aus Rumänien und Bulgarien, die in der Dortmunder Nordstadt eine neue Heimat gefunden haben.

Ziele: Mehrwert für die Soziale Stadt – Gut für die Menschen, gut fürs Quartier

Ziel des Projekts ist die nachhaltige Integration von Bewohnerinnen und Bewohnern in der Dortmunder Nordstadt in Beschäftigung. Eine Zielgruppe sind dabei Neuzuwanderer/-innen, vor allem aus Rumänien und Bulgarien.

Flankierend soll die Wohnsituation der Zielgruppen verbessert werden, zum einen als Aspekt der Beschäftigungsfähigkeit und Beitrag zur Stärkung der lokalen Wirtschaft und zum anderen, um die persönliche Lebenssituation der Betroffenen zu stabilisieren.

Durch diese Maßnahme und den Aufbau von Strukturen leistet das Projekt einen Beitrag zur nachhaltigen Förderung der lokalen Ökonomie in den Quartieren durch konsequente Schaffung von fairen Arbeitsplätzen im Quartier und durch bevorzugte Auftragsvergabe an lokale Fachfirmen (Inwertsetzung etc.).

Überforderte Nachbarschaften werden stabilisiert, indem Problemimmobilien beseitigt werden und sozialer Wohnraum zu guten Bedingungen allen Nordstadtbewohnern (inklusive Neuzuwanderern) aber auch Studenten und anderen Bürgern zur Verfügung gestellt wird (Motto: „Mischen is possible!“). Das Stadtbild der Quartiere wandelt sich durch positive Multiplikatoreffekte, das Stadtteilimage wird verbessert.

Fremdenfeindlichkeit und Neiddebatten wird durch eine konsequente soziale Inklusionsstrategie begegnet. Das Zusammenleben von Kulturen wird verbessert.

Durch eine regionale Mobilitätsförderung soll der Segregation der Stadtgesellschaft begegnet werden.

 Projektbausteine

  • Faire Arbeit!

Mehrstufiger Arbeitsmarktzugang:

  1. Integrations- und Jobcoaching in Faire Arbeit! (Ziel: Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit und Regelangebote) z.B. durch
  2. Kompetenzförderung durch Qualifizierungsbausteine Beruf/Arbeit aber auch begleitend Qualifizierung Wohnen, Alltags- und Kulturtrainings.
  3. Aufbau einer regionalen Mobilitätsförderung: Motivierung und Unterstützung von Geringqualifizierten zur Arbeitsaufnahme in Regionen mit höherem Helferbedarf.
  4. Vermittlung in (erwerbsbezogene) Sprachförderung
  5. Unterstützung bei der Sicherung der persönlichen Lebensverhältnisse (z.B. Existenzsicherung, Gesundheit, Kinderbetreuung)
  6. begleitende Öffentlichkeitsarbeit, antistigmatisierende Imagekampagne
  • Gutes Wohnen!

Mehrstufiger Wohnungsmarktzugang

  1. Strukturaufbau Immobilienportfolio, Wohnraumakquise (auch bewusst außerhalb belasteter Quartiere); Kooperationspartner: Ordnungsamt, Wohnungsamt, Wohnungswirtschaft, Quartiersmanagement, Wohlfahrtsverbände, Kirchen etc.
  2. Aufbau einer Sozialen Immobilienverwaltung für überforderte Vermieter; Kooperationspartner: Wohnungsamt, Wohnungswirtschaft, Mieterverein etc.
  3. Facility Management (Modell: Reinigungs-, Conciergedienste für Zuwanderer)
  4. Schaffung von Wohnraum (Kauf, beschäftigungswirksame Inwertsetzung, Einbringung vorhandener eigener Immobilien der Projektbeteiligten); Kooperationspartner: Arbeitskreis Problemimmobilien, Stiftung Soziale Stadt etc.
  5. Wohnraumzugang über Belegungsrechte sichern; Kooperationspartner: Wohnungsamt, Wohnungswirtschaft etc.
  6. Wohnraumvermittlung; Kooperationspartner: Wohnungsamt, Wohnungswirtschaft, Beratungsstellen von (Wohlfahrts-)Verbänden etc.
  7. Unterstützung bei der Wohnintegration, Qualifizierung Wohnen
  8. begleitende Öffentlichkeitsarbeit, antistigmatisierende Imagekampagne

Die neuen Projektbausteine sind eingebettet in die Dortmunder Netzwerkstrategie EU-Armutszuwanderung und nutzen deren andere Komponenten (Beratung, aufsuchende Arbeit, Kompetenzfeststellung). Sie sind angebunden an die lokalen und sozialräumlichen Regelangebote und Arbeitsmarktförderungen

Ansprechpartnerin:

Iveta Strecker
Standort:
Jobcoachingzentrale
Arnoldstr. 4
44147 Dortmund
Tel.: 0231 28 86 37 -18

Email

 


Das Projekt „Arbeiten, Wohnen, Wurzeln schlagen in der Dortmunder Nordstadt“

wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms Bildung, Wirtschaft, Arbeiten im Quartier (BIWAQ) durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und den Europäischen Sozialfond gefördert.

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